Wasser sparen kann jeder
Wie hoch ist unser wahrer Wassererbrauch?
In allen auf diesen Seiten verwendeten Zahlen wir viel vom Wasserverbrauch gesprochen. Dieser liegt in Deutschland etwa bei 126 Liter pro Person und Tag. Wenn wir diese Zahl mit anderen Ländern vergleichen wird schnell deutlich wie stark der Wassererbrauch pro Tag und Kopf schwankt und wie stark er vom jeweiligen, „Entwicklungsstand“ des Landes abhängt.
Wasserverbrauch pro Kopf und Tag in verschiedenen Ländern
| Tschad | 11 Liter |
| Niger | 19 Liter |
| Senegal | 21 Liter |
| Afghanistan | 36 Liter |
| Mongolei | 84 Liter |
| China | 86 Liter |
| Belgien | 120 Liter |
| Schweden | 188 Liter |
| Saudi Arabien | 211 Liter |
| Israel | 304 Liter |
| Vereinigte Arabische Emirate | 380 Liter |
Quelle:
http://www.fairunterwegs.org/laender.html
Wasserverbrauch und virtueller Wasserverbrauch
Doch dies ist nur der Teil des Wassers den wir direkt in Form von Wasser verbrauchen. Den weitaus größeren Teil unseres Wasserverbrauches kommt durch unseren Konsum von Nahrungsmitteln und anderen Konsumgütern zustande. Bei der Betrachtung des gesamten Verbrauches inklusive der Konsumgüter spricht man vom virtuellen Wassererbrauch. Wenn man betrachtet das alleine die Herstellung von einem Blatt Papier etwa 10 Liter Wasser.
Quelle:
http://www.waterfootprint.org
Der Virtuelle Wasserverbrauch in Deutschland beträgt im Schnitt etwa 4.000 Liter pro Person und Tag. Allein unser tägliches Essen ist dabei für einen grossteil des virtuellen Wasserverbrauches verantwortlich. Hier ein paar Zahlen dazu, welche Nahrungsmittel zu ihrer Produktion wie viel Wasser benötigen:
- Tomaten 184 Liter
- Orangen 457 Liter
- Äpfel 657 Liter
- Datteln 3030 Liter
Wie betrifft das unser tägliches Leben?
Das muss uns jetzt nicht zwingend ein schlechtes Gewissen machen, denn ein Apfel der im Alten Land ohne künstliche Bewässerung gewachsen ist, sorgt in einem wasserreichen Land wie Deutschland sicher nicht für Probleme. Die Orange, die z.B. in Israels Wüste unter künstlicher Bewässerung, gedeiht sollte uns da schon nachdenklicher machen. Der Anbau von Nahrungsmitteln unter künstlicher Bewässerung in wasserarmen Gebieten kann dort sehr wohl zu einer Wasserverknappung führen.
Wenn wir also Wasser sparen wollen ist es also auch eine Möglichkeit unseren Konsum einfach etwas bewusster gestalten, oder das ein oder andere mal auf unnötige Einkäufe zu verzichten.



