Mehr Geld für schöne Dinge
Fakten zur Stromerzeugung und zum Verbrauch in Deutschland
Entgegen dem Gesamtenergieverbrauch steigt in Deutschland der Stromverbrauch kontinuierlich an. Wir werden immer abhängiger von neuen Technologien (z.B. Computer, Internet) welche ausschließlich mit Strom betrieben werden. Insbesondere ist aber auch die Industrie für den Anstieg verantwortlich. Sie steigerte ihren Verbrauch von 1993 bis 2005 um rund ein Drittel.
Wie sich der Energieverbrauch in deutschen Haushalten zusammensetzt sehen Sie hier:
Mehr als die Hälfte des verbrauchten Haushaltsstroms wird für Wärme beansprucht.
Davon machen Kochen, Bügeln, Wäsche trocknen und Warmwasseraufbereitung (Prozesswärme) über ein Drittel des insgesamt verbrauchten Stroms aus. Weitere 26 Prozent des Haushaltsstroms werden für den Betrieb von Kühl- und Gefriergeräten sowie anderen Haushaltsgeräten verbraucht, hierbei handelt es sich um Strom der in mechanische Energie umgesetzt wird.
Insgesamt verbrauchen aber die Haushalte nur etwa 27 Prozent des gesamten Stromes in Deutschland. Am meisten verbraucht die Industrie mit 43 Prozent. Der Handel/Dienstleistungssektor verbraucht etwa 26 Prozent. Relativ Wenig Strom wird mit 3 Prozent im Verkehr verbraucht.
Gibt es Alternativen zu Strom?
In einigen Bereichen können wir Verbraucher Strom bestimmt durch andere Energieträger ersetzen. So können wir zum Beispiel beim Kochen und Backen auf Gas umstellen, oder Heizungen mit anderen Energieträgern betreiben. Allerdings ist Strom aus vielen Bereichen unseres täglichen Lebens nicht wegzudenken. Aus diesem Grund sind wir alle gut beraten mit der Energieform Strom möglichst effizient umzugehen und sie nicht leichtsinnig zu vergeuden. Vielleicht wird es jedoch in Zukunft möglich sein die Umwandlungsverluste bei der Herstellung von Strom aus konventionellen Energieträgern zu verringern und somit die Produktion von Strom effizienter zu gestalten.
Struktur der Stromerzeugung in Deutschland
Der Großteil des deutschen Stromes wird von Kohle-, Kern- und Erdgaskraftwerken erzeugt. Allerdings gibt es in den einzelnen Bundesländern große Unterschiede in der Zusammensetzung des jeweiligen Strommix. So wurden 2005 in Schleswig Holstein rund drei Viertel des Stromes durch Kernkraftwerke erzeugt. Der Rest teilte sich hauptsächlich auf Steinkohle und erneuerbare Energien auf. Bei diesen hatte die Windkraft eine herausragende Stellung. In Sachsen dagegen wurde mehr als drei Viertel des Stromes durch Braunkohlekraftwerken erzeugt. Der Anteil der Windkraft innerhalb der regenerativen Energien ist jedoch gering. Dafür hält hier der Strom welcher aus Wasserkraftwerken gewonnen wurde einen Anteil von etwa 50%.





