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2.9.2010

Energie und Geld sparen im Passivhaus

Können Sie auch sagen: Hallo Nachbar, sparen Sie mit Ihrem Neubau auch bares Geld? Warum der Bau eines Passivhauses Ihnen viel Geld spart.



Im Öffnet externen Link in neuem FensterHausbau hat sich in den letzten Jahren viel getan, insbesondere im Bereich der Dämmung sind moderne Häuser nicht mehr mit den Häusern zu vergleichen die noch vor 20 Jahren gebaut wurden. 1984 verbrauchte ein Haus, das nach damaligen Standards gebaut wurde, rund 150 kWh an Heizenergie pro m² und Jahr. Nach heutigen Standards liegt dieser Wert zwischen 40 und 60 kWh, was mehr als eine Halbierung des Energiebedarfs bedeutet.
Ständig steigende Energiekosten und klimapolititsche Notwendigkeit verdeutlichen, dass noch sparsamere Hausformen zukünftig den Standard im Hausbau darstellen werden. Dies ist jedoch auch heute schon zu bezahlbaren Preisen mit einem Öffnet externen Link in neuem FensterPassivhaus möglich. Warum also heute noch ein Haus bauen, welches nicht optimal gedämmt ist. Die zukünftig steigenden Preise für Heizöl, Erdgas und die damit geringeren Betriebskosten für ein Passivhaus machen dies in der Gesamtbetrachtung sogar häufig günstiger als ein konventionelles Haus. Zusätzlich erreicht man mit den durchdachten Konzepten einen nicht unerheblichen Gewinn an Wohnkomfort.

Doch was macht ein Passivhaus überhaupt aus?


Laut Definition ist ein Passivhaus ein Gebäude, welches:

· Einen Heizwärmebedarf von maximal 15 kWh/m² und Jahr beträgt.
· Den Primärenergiebedarf von 120 kWh/m² und Jahr nicht überschreitet (Restheizung, Warmwassererwärmung, Lüftungsregelung und Haushaltsstrom)

Erreicht wird dieser sparsame Umgang mit der Energie, indem Wärmeverluste des Hauses minimiert werden und freie Wärmegewinne maximiert werden. Wie das genau geht zeigen wir Ihnen nun stichpunktartig:

Guter Wärmeschutz

Alle Teile des Gebäudes müssen mit einer hochwertigen Wärmedämmung versehen werden. Die gesamte Außenfläche muss einen Wärmedurchgangskoeffizienten (U-Wert) von weniger als 0,15 W/(m²K) haben. 

Vermeidung von Wärmebrücken

Hochwertige Wärmedämmung wie oben beschrieben macht nur Sinn, wenn die Dämmung durchgängig ist und nicht irgendwelche Lücken aufzeigt. Diese Wärmebrücken könnten den gesamten Aufwand des Dämmens zunichte machen, da an diesen Stellen besonders viel Wärme aus dem Haus entweichen kann. Daher müssen Kanten, Ecken, Anschlüsse und Durchdringungen besonders sorgfältig geplant und ausgearbeitet werden, um Wärmebrücken zu vermeiden.

Kompakter Baukörper

Ein kompakter Baukörper mit möglichst geringer Außenfläche im Verhältnis zur Gebäudegröße ist eine weitere „Zutat“ zu einem Passivhaus.

Das Gebäude an der Sonne ausrichten

Die sinnvolle Ausrichtung des Gebäudes zur Sonne und eine möglichst geringe Beschattung sind weitere Voraussetzungen, damit der "passive" Solarenergiegewinn durch die Sonne gut ausgenutzt werden kann und so zum entscheidenden Wärmelieferant 

Luftdichte Gebäudehülle

Bei einem Unter- oder Überdruck von 50 Pascal dürfen nicht mehr als das 0,6 fache des Hausvolumens pro Stunde entweichen. 

Gute Dreifachverglasung 

Die Fenster (Verglasung einschließlich der Fensterrahmen) sind ein wichtiges Bauteil bei einem Passivhaus. Sie müssen gut gedämmt sein und sollten einen U-Wert von 0,80 W/(m²K) nicht überschreiten. Zusätzlich sollten sie bei Sonneneinstrahlung möglichst viel Solarenergie in den Raum lassen. 

Vorwärmung der Luft

Es ist möglich die Fristluftzufuhr des Hauses über Erdreich-Wärmetauscher zu führen. Auf diese Weise wird die Luft vorgewärmt. Dies ist jedoch nicht bei jedem Passivhaus nötig.

Wärmerückgewinnung aus der Abluft

Passivhäuser werden in der Regel zwangsbelüftet. Die Abluft gibt dabei über einen Wärmetauscher die enthaltene Energie an die zugeführte Frischluft ab. Dies bewirkt eine gute Raumluftqualität und spart Energie.

Nutzung von regenerativen Energien zur Erwärmung des Brauchwassers

Mit Solarkollektoren oder auch mit Wärmepumpen wird die Energie für die Warmwasserversorgung gewonnen.

Natürlich können Sie auch noch zusätzlich Geld sparen und das Jahr für Jahr durch die energiesparende Ausstattung Ihres Hauses mit Sparduschen, Energiesparlampen u.v.m..

Der Bau eines Passivhauses stellt bei den heutigen ständig steigenden Energiekosten ein absolutes MUSS für energie- und kostenbewusste Bauherren dar. Die Erschließung neuer Baugebiete legt immer häufiger auch Energielimits fest, so werden z. B. in Nordrhein-Westfalen von vielen Städten und Gemeinden Bauplätze in neuerschlossenen Baugebieten nur noch für 3-Liter-Häuser oder Passivhäuser vergeben. 

 

Besonders clevere Bauherren wählen dazu noch ein Passivhauskonzept, bei dem Sie selber  viel an Arbeitsleistung einbringen können. So lassen sich die Erstellungskosten des Rohbaues noch einmal um 25-30  €/m² einsparen.


Weitere Informationen zu energiesparendem und innovativem Bauen, z. B. eines zertifizierten Passivhauses, erhalten Sie auf unserer Partnerseite: