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2.9.2010

Eigene Kosten ermitteln

Ermitteln Sie doch einfach einmal Ihre eigenen Ausgaben im Haushalt. Egal ob die Kosten für Mobilität oder die Nebenkosten, ein Öffnet externen Link in neuem FensterHaushaltsbuch hilft Ihnen, Sparpotentiale zu entdecken. 

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Fahrrad verbraucht weniger Energie als ein Fußgänger!

Wenn man die Energieverbräuche bei unterschiedlichen Fortbewegungsmitteln in einen theoretischen Treibstoffverbrauch (Benzinäquivalent) umrechnet erlebt man manchmal Überraschungen. In der folgenden Grafik haben wir diese Verbräuche in Benzinäquivalent für verschiedene Fortbewegungsmittel beispielhaft aufgeführt.

Dabei haben wir jeweils den Verbrauch für den Transport von einer Person über 100 km betrachtet. Beim Auto kann dementsprechend der Verbrauch durch die Anzahl der zu transportierenden Personen geteilt werden.

 

Energieverbrauch bei unterschiedlichen Fortbewegungsmitteln, bezogen auf 100 Personenkilometer.
Energieverbrauch bei unterschiedlichen Fortbewegungsmitteln, bezogen auf 100 Personenkilometer.

Die Mobilität unser höchstes Gut?

Deutschland ist ein Land mit hervorragender Infrastruktur und einer Bevölkerung bei der die Frage der Mobilität einen hohen Stellenwert einnimmt. So ist es auch nicht verwunderlich, dass in Deutschland ca. 28 % des Energieverbrauches für den Verkehr aufgewendet werden. Ein Großteil dieser Energie wird als Kraftstoff bereitgestellt, ein kleinerer Teil in Form von Strom.

 

Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie



Interessant ist dabei, dass sich der Anteil des Verkehrssektors am Gesamtenergieverbrauch seit 1996 etwas erhöht hat und das bei steigenden Preisen für die verwendeten Energieträger. Ebenso haben sich in Deutschland die insgesamt zur Personenbeförderung zurückgelegten Strecken in den letzten Jahren erhöht. Die Gesamtsumme der zurückgelegten Personenkilometer betrug 2003 1.147 Mrd. Kilometer. Der Hauptanteil davon wurde mit dem Auto gefahren.
Innerhalb des Verkehrssektors werden etwa 70% der Energie für den Personenverkehr und 30% für den Güterverkehr aufgewendet.

Der durchschnittliche deutsche Haushalt verwendet für Energie etwa 7,2 % seiner Konsumausgaben. Die Hälfte davon gibt er für Kraftstoffe welche er für Mobilität benötigt aus. Der deutsche Haushalt hatte 2002 im Durchschnitt 1,1 Automobile, was einem Anstieg um 0,3 pro Haushalt gegenüber 1989 entspricht. Innerhalb der EU ist Deutschland damit nach Luxemburg und Italien im Motorisierungsgrad das am besten ausgestattete Land.
(Quelle: www.mobilitaet-in-deutschland.de )

Unser Wunsch nach Mobilität verursacht also hohe Kosten, viel Treibhausgasemissionen und verschlingt viel Energie. Auf den folgenden Seiten möchten wir Ihnen Anregungen dazu geben, wie Sie bei den einzelnen Formen der Fortbewegungsmittel Geld, Öffnet internen Link im aktuellen FensterKilometerkosten und Ressourcen sparen können, ohne dabei auf viel Komfort verzichten zu müssen.

 

Einsparungen bei der Fortbewegung sind leicht möglich:

  • Bei Wegen bis ca. 5 km Entfernung ist das Fahrrad das kostengünstigste und effektivste Verkehrsmittel mit einer angemessenen Geschwindigkeit.
  • Überlandbusse wären wahrscheinlich günstiger als die Bahn. Auf jeden Fall verbrauchen sie pro Fahrgast gerechnet weniger Energie als die Bahn.
  • Mit dem Flugzeug Entfernungen über 500 km in Deutschland zurückzulegen ist sowohl vom Energieverbrauch, als auch von den Kosten häufig günstiger als diese Strecken alleine im Auto zu bewältigen. Die Bahn hat auf diesen Strecken einen noch deutlicheren Energieverbrauchsvorteil, jedoch müssen die Kosten für die einzelnen Verbindungen genau analysiert werden. Häufig verfügbare Sonderangebote können eine kostengünstige Art der Fortbewegung sein.
  • Am meisten sparen wir jedoch wenn wir Wege verringern, indem wir z.B. unsere Einkaufsfahrten bündeln oder unsere Aktivitäten so legen, dass wir zwei Termine mit einer Fahrt abdecken können.